Diplomarbeit 16 | Die Verknüpfung von Arbeitskalkulation und Bauablaufplanung: Integriertes Projektcontrolling durch ganzheitliche Bausolldefinition

Ritzschel, Thomas: Die Verknüpfung von Arbeitskalkulation und Bauablaufplanung: Integriertes Projektcontrolling durch ganzheitliche Bausolldefinition

Diplomarbeit Nr. 1200, TU Dresden, Institut für Baubetriebswesen, 2001

Mit dieser Arbeit wurde ein Ansatz verfolgt, um den Datenaustausch und die Möglichkeiten der Verbesserung der gesamten Datenverwaltung in weiteren Forschungen zu vertiefen. Wie diese Arbeit gezeigt hat, ist es sehr schwierig, den Aufwand für das integrierte Projektcontrolling einzuschätzen. Unbestritten hingegen sind die Vorteile, die aus dieser Arbeitsweise gewonnen werden können. Der Qualitätsgewinn bei der Datenbearbeitung und Datenverwaltung erstreckt sich von der Ablaufplanung bis hin in die Angebotsphase. Es ist möglich, während der Kalkulation mit Hilfe der Verknüpfung die reellen Vorhaltezeiten zu ermitteln und in das Angebot einfließen zu lassen.

Die Problematik der Datenverwaltung wird erheblich erleichtert, da durch die Verknüpfung von Teamplan mit ARRIBA die Übersicht über alle Projektdaten gewährleistet werden kann. Dadurch wird die Aktualisierung und Pflege der Daten wesentlich vereinfacht. Das Ziel des Bausolls kann auf verschiedenen Wegen erreicht werden. So zeigen die Anlagen 4 und 5 sowie die Anlagen 8 und 9 die unterschiedlich strukturierten Kalkulationen sowie die darauf aufbauenden verschiedenen Positionszuordnungen im Vorgangsmodell. Damit wird deutlich, dass der Arbeitsaufwand vollkommen verschieden ist, aber dennoch zum gleichen Ergebnis führt. Letztendlich muss jedes Unternehmen entscheiden, ob die Voraussetzungen für die Anwendung der beschriebenen Verfahrensweise wirtschaftlich möglich ist, oder ob auf die sich anbietenden Vorteile verzichtet werden sollte. Weiterhin ist die Anwendbarkeit stark projektabhängig. Bei kleineren Projekten ist unter Umständen der Aufwand für ein integriertes System höher, als das wirtschaftliche Risiko, welches vermindert werden kann.

Einige Informationen deuten darauf hin, dass in naher Zukunft auch eine Schnittstelle zu einem Weg-Zeit Programm zur Bauablaufplanung geschaffen wird. Damit würden sich die Möglichkeiten der Visualisierung und Darstellung des Bausolls wesentlich verbessern. Die zu bearbeitenden Datenmengen werden sich in der Zukunft eher noch vergrößern. Daher ist es unbedingt notwendig, sinnvolle Instrumentarien zu schaffen, um diese Aufgaben zu bewältigen. Die Integration könnte soweit fortgeführt werden, dass nicht nur der Weg der Daten hin zum Bausoll verbessert, sondern auch die rückläufigen Daten aus der Bauablaufplanung und dem Controlling besser verwaltet und organisiert werden können.

Betreuer:

Dipl.-Kfm. Th. Heilfort – TU Dresden / Institut für Baubetriebswesen

Dipl.-Ing. V. Natzschka – Wolff & Müller Dresden

Thomas Heilfort

Sachverständiger für Bauablaufstörungen und Lehrbeauftragter der TU Dresden

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